Am 22. März werde ich auf der Bühne bei Radiodays Europe in Riga stehen und ich freue mich sehr darauf, ein Thema zu teilen, das die Audiobranche in den kommenden Monaten stark prägen wird:
Transparenzpflichten für KI-generierte Inhalte in der Audiobranche.

Warum dieses Thema jetzt so dringend ist

Spätestens ab August 2026 treten im Rahmen des AI Act umfassende Transparenzanforderungen für KI-generierte Inhalte in Kraft. Parallel dazu erarbeitet die EU einen Code of Practice, der festlegt, wie Transparenz in Audio, Video und Bild konkret aussehen soll.

Für Audio bedeutet das:
Wir müssen Lösungen finden, die vertragssicher, verständlich, praktikabel und hörerfreundlich sind und die zugleich den einzigartigen Charakter unseres Mediums schützen. Denn Radio und Audio sind Formate ohne visuelle Ebene. Transparenz muss also in Klang gedacht werden und genau das macht es komplex.

Worum es in meinem Vortrag in Riga geht

Auf der Bühne werde ich zeigen:

  • welche Transparenzpflichten konkret auf Sender, Vermarkter und Werbetreibende zukommen

  • warum Audio stärker betroffen ist als andere Medien

  • welche Herausforderungen wir in der Taskforce Transparenzpflicht der Radiozentrale identifiziert haben

  • und welche Lösungswege sich für die Branche abzeichnen

Ich gebe Einblicke aus meiner Arbeit in der deutschen Taskforce zum Thema AI-Transparenz und zeige, welche Fragen unbedingt beantwortet werden müssen, bevor wir in die „AI-Transparenzpflichtära“ eintreten (was für ein Wort).

Ein Blick hinter die Kulissen: fünf zentrale Herausforderungen

Die Branche steht aktuell vor fünf großen Themenfeldern:

  1. Was gilt überhaupt als KI-generierter Content?
    Mischformen aus Mensch und Maschine sind der Alltag – aber rechtlich schwer zu fassen.

  2. Wie funktioniert Disclosure bei erster Wahrnehmung?
    Audio startet sofort und wir haben keine Einblendung wie im Video.

  3. Wie oft muss ein Hinweis bei längeren Inhalten wiederholt werden?
    Dazu gibt es noch keine praxisnahe Vorgabe.

  4. Wie dokumentieren wir KI-Einsatz im Produktionsalltag?
    Radio ist schnell und Transparenzprozesse müssen mithalten.

  5. Wie erreichen wir Screen-free Nutzerinnen und Nutzer?
    Smart Speaker, DAB+, Auto – überall, wo es keine visuelle Oberfläche gibt, braucht es Audio-Lösungen.

Warum ich mich auf Riga freue

Die Radiodays Europe bringen jedes Jahr Menschen aus der ganzen Welt zusammen, die Audio lieben, gestalten und weiterentwickeln.
Für mich ist es die perfekte Bühne, um dieses komplexe, aber notwendige Thema in die Breite zu tragen.

Ich freue mich auf die Gespräche, die Perspektiven und darauf, gemeinsam mit der internationalen Community einen Blick in die Zukunft des transparenten, fairen und vertrauenswürdigen Audios zu werfen.

See you in Riga – let’s explore the future of audio transparency together.

Ich bleibe dran! Bleiben Sie auf ZAC!