Wenn wir von Spenden sprechen, denken wir meist an Dinge, die man einpacken oder überweisen kann: Geld, Kleidung, Lebensmittel.
Doch es gibt Momente, in denen deutlich wird, dass Spenden noch etwas anderes bedeuten kann – etwas ebenso Wertvolles und manchmal sogar Wichtigeres.

Einen solchen Moment hatte ich kürzlich in einem Gespräch mit Medienprofis aus der Ukraine.

Radio im Krieg: eine Lebensader

Während wir in Mitteleuropa darüber sprechen, wie sich Audio weiterentwickelt oder wie KI Workflows verändern kann, kämpfen Journalist:innen in der Ukraine um etwas Grundsätzlicheres: darum, dass ihre Sender überhaupt senden können.

  • Es fehlt an finanziellen Mitteln.
  • Es fehlt an Personal.
  • Es fehlt an Sicherheit.
  • Und es fehlt an Erholung.

Viele Kolleg:innen sind an der Front. Andere mussten die Branche verlassen, um ihre Familien zu ernähren. Zurück bleiben Menschen, die gleichzeitig informieren, organisieren, Technik am Laufen halten und im Zweifel sogar Evakuierungswege kommunizieren. Und dennoch:

Sie halten Radio am Leben.

Ein Medium, das funktioniert, wenn das Internet ausfällt. Ein Medium, das Ruhe schenkt, verbindet und Sicherheit gibt. Ein Medium, das Menschen trägt.

Wissen spenden: eine neue Form der Solidarität

In diesem Gespräch wurde mir klar: Ja, finanzielle Spenden helfen – aber sie lösen nicht alles. Und sie ersetzen nicht das, was aktuell am meisten fehlt: Menschen und Wissen. Daraus entstand für mich eine neue Frage: Was wäre, wenn ich nicht nur Dinge spende, sondern Wissen?

  • Zeit
  • Aufmerksamkeit
  • Struktur
  • Zuversicht
  • praktische Expertise
  • Tools, die entlasten
  • Arbeitsweisen, die ermöglichen, dass eine Person das schafft, was früher mehrere Personen taten

Das ist für mich Donation of Knowledge eine Form der Hilfe, die Menschen handlungsfähig macht.

Wie KI im Audio-Bereich entlasten kann

Ich kann natürlich keine fehlenden Kolleg:innen ersetzen. Aber ich kann etwas tun, das in dieser Situation tatsächlich hilft: Ich kann Wissen über KI-Lösungen und automatisierte Audioworkflows spenden. Wissen darüber, wie Workflows automatisiert werden können, wenn Personal fehlt, wie Produktion stabil bleibt, auch wenn Ressourcen wegfallen, wie KI entlastet, statt zu überfordern, wie Stationsprozesse so vereinfacht werden, dass eine Person das schafft, was früher ein Team erledigte, wie Inhalte und Hinweise unter Stress strukturiert bleiben

Dieses Wissen schafft Kapazität, ohne dass dafür neue Menschen gebraucht werden. Es gibt Zeit, reduziert Druck und erhält Handlungsfähigkeit.

„Every individual matters.“

– ein Satz, der plötzlich eine neue Bedeutung bekam. Ich habe ein Zitat von Jane Goodall immer geschätzt, aber noch nie so tief empfunden wie in diesem Moment:

“Every individual matters. Every individual has a role to play.
Every individual makes a difference.”

Mir wurde klar: Ich kann nicht alles verändern. Aber ich kann meinen Teil beitragen. Und das genügt.

Eine Einladung: Wer Wissen hat, kann helfen

Wir leben in einer Welt voller Krisen, aber auch voller Expertise. Wenn jede und jeder ein kleines Stück davon teilt, entsteht etwas Großes. Meine Bitte:

Wenn Sie Expertise haben – teilen Sie sie.
Wenn Sie Zeit haben – schenken Sie sie.
Wenn Sie eine Stimme haben – nutzen Sie sie.

Die Ukraine braucht nicht nur Geld. Sie braucht Menschen, die Wissen teilen, das trägt. I donate knowledge for Ukraine.
Vielleicht möchten Sie das auch?

Mehr Informationen oder Beteiligung am Projekt:

👉 https://umafund.org.ua/donate-knowledge/

Ich bleibe dran! Bleiben Sie auf ZAC!